Schlittelplausch der Aktivriege
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- 13. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Nach einer zweijährigen Durststrecke war es endlich wieder so weit: Wir gingen auf den Jahresausflug der Aktivriege. Dafür trafen wir uns an einem winterlichen Sonntagmorgen mit strahlend blauem Himmel am Bahnhof Uznach. Zu diesem Zeitpunkt war noch geheim, wohin es gehen wird. Wir wussten nur, dass wir etwa eineinhalb Stunden von Uznach entfernt schlitteln gehen. Und natürlich war auch klar, dass der amtierende goldene Halbschuh seinen ehrenvollen Titel weitergeben wird. Den goldenen Halbschuh gewinnt man aber nicht einfach so. Diese Trophäe muss man sich durch eine herausragende Leistung während dem Ausflug verdienen. Unsere Leitkuh, die den Ausflug organisiert hatte, konnte leider nicht mitkommen, denn sie hatte sich just beim Schlitteln vor dem Ausflug verletzt. Man munkelt, sie hatte für den Ausflug trainiert und sich dabei zu fest verausgabt. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön für die Organisation und gueti Besserig! Frau Präsidentin ist in die Bresche gesprungen und hat die Leitung am Ausflugstag übernommen. Sie verriet uns, dass uns der Ausflug in den Hoch-Ybrig führt. Dann ging die Reise mit Zug und Bus los. Bei der Talstation im Weglosen angekommen, hat Frau Präsidentin das nächste Ziel angekündet: Das Zmittagessen in der Druesberghütte. Dahin führte uns eine zweistündige Winterwanderung. Doch davor gab es zur Stärkung noch ein Brötli mit Brügeli. Der Aufstieg war dermassen streng, dass unserem amtierenden goldenen Halbschuh wegen dem schweren Pokal bald die Puste ausgegangen ist – hätte er doch seinen Nachfolger schon vor dem Aufstieg gekürt. Bei der Druesberghütte angekommen erwartete uns ein wohlverdientes Zmittag. Nach dem Essen wählten wir unser Gefährt für den Weg zurück ins Tal. Auswählen konnten wir zwischen Schlitten und Gämel. Einige von uns haben den Gämel kritisch betrachtet, andere sind damit noch eine kurze Teststrecke gefahren, schlussendlich liessen sich aber nur zwei vom Gämel überzeugen. Wir schossen noch das obligate Gruppenfoto, dann Aktiv Sport | 5 ging es los mit der Abfahrt. Das erste Teilstück war etwas steiler und der Schnee weicher, also optimale Bedingungen für einen Sturz, was Frau Präsidentin dann auch gleich gekonnt ausnutzte. Beim ersten Haltepunkt unterwegs fachsimpelten wir über die optimale Kurventechnik. Als wir uns fertig ausgetauscht hatten, ging es weiter mit der Fahrt. Kurz darauf ging Frau Präsidentin ungewollt nochmals neben die Piste. Die restliche Abfahrt war dann weniger spektakulär, eine kurze Strecke mussten wir den Schlitten sogar ziehen, weil es zu flach war. Da wäre ein Gämel wahrscheinlich von Vorteil gewesen. Nichts desto trotz hat uns allen die Abfahrt riesigen Spass bereitet. Auf der Heimreise hat der goldene Halbschuh (also die Trophäe) die Kondukteurin in seinen Bann gezogen. Da man ihn nur als Aktivriegenmitglied gewinnen kann, wäre sie auch noch fast dem Turnverein beigetreten, nur die grosse Distanz zu ihrem Wohnort hat sie davon abgehalten. Sie hat dann zum Trost die Trophäe noch mit einem goldenen Kaffeejeton ergänzt, welcher hiermit ab sofort zum ehrenvollen Titel dazugehört. Somit musste in Uznach nur noch der nächste goldene Halbschuh gekürt werden. Die Entscheidung war schnell auf Frau Präsidentin gefallen, die sich diesen Titel wahrhaftig verdient hat. Abgesehen davon, dass sie mit dem geeignetsten Schuhwerk – wohlgemerkt in Halbschuhen – zum Schlittelausflug gekommen ist, hat sie auch noch mit klarem Abstand die Sturz-Rangliste angeführt. NISC









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